Meteorakloester
Die Meteora Kloester in Thessalien bei Kalambaka

Die Meteorakloester bei Kalambaka und Trikkala in Thessalien sind von Aegialia aus ueber die neue Bruecke www.gefyra.gr bei Patras / Rion zum Festland Mittelgriechenlands auf guter Strasse und durch eindrucksvolle Berglandschaften ueber die Thermopylen und Kamena Vourla und Lamia zu erreichen.
Die Fahrtzeit nach Meteora betraegt ca. 3 bis 4 Stunden. Will man die Meteorakloester in der eindrucksvollen Landschaft Thessaliens nahe Trikkala ausgiebeig besuchen empfiehlt sich also eine Uebernachtung in Kalambaka am Fusse der imposanten Felsenkulisse.
Zur Historie der Meteorakloester
Die ersten Einsiedeleien gibt es in Metéora schon seit dem 11. Jahrhundert, alte Überlieferungen berichten von einer Besiedelung bereits vor dem 10. Jahrhundert. Im Laufe der Jahre wuchsen diese Einsiedeleien zu einer Gemeinschaft nach Vorbild des Berges Athos zusammen.
Mit Ankunft des von Athos geflohenen Mönches Athanasios im Jahr 1334 begann der Aufstieg in der Region. Zusammen mit seinem geistlichen Ziehvater Gregorios und 14 weiteren Mönchen gründete er 1344 das Kloster Metamórphosis, / Megálo Metéoro.
Athanasios stellte die in Metéora gültigen Regeln des Klosterlebens auf und wurde nach seinem Tod als Athanasios Meteorites selig gesprochen. Im Verlauf des 14. Jahrhunderts wurden weitere Klöster errichtet und die Anlagen durch fromme regionale Herrscher wie König Symeon finanziell und durch die Gewährung von Privilegien unterstützt. Im Laufe der Jahre entstanden so etliche Klöster und Einsiedeleien bei Meteora.

Die Meteorakloester und die Klosteranlagen
Doúpiani: Das erste Kloster, das in Metéora gegründet wurde. Das Kloster ist nicht erhalten. Die an dieser Stelle errichtete Kapelle aus dem frühen 13. Jahrhundert wird immer noch genutzt . Renovierungen erfolgten u. a. in den Jahren 1867 und 1974.
Filakaé Monakón: Den Überlieferungen nach handelte es sich bei dieser Felshöhle um das Mönchsgefängnis. Die Felsnische ist mit Holzeinbauten versehen. Mönche, die gegen die sehr strengen Klosterregeln verstoßen hatte, wurden zur Buße nach Filakaé Monakón geschickt.
Agios Nikólaos Anapavsás: Das Kloster ist bewohnt. In der Kirche Johannes des Täufers befinden sich Schädel von Mönchen, die hier lebten. Bedeutend sind Fresken und Malereien von Theophanes Streletzás (ca. 1500-1559) aus dem 16. Jahrhundert.
Rousánou (Arsánou): Das bewohnte Kloster wurde im Jahr 1388 gegründet, Quellen sprechen sogar von 1288. Bekannt ist, dass die Mönche in einem zönobitischen System lebten. Nach v Überfällen und Plünderungen, sowie konstantem Niedergang, wurde Rousánou 1940 aufgegeben. Die verbliebenen Handschriften wurden in das Kloster Megálo Metéoro verbracht. 1950 gab es erste Bestrebungen, die Anlage zu erhalten . Heute ist Rousánou ein Frauenkloster. Sehenswert sind Fresken aus dem 16. Jahrhundert.
Varlaám: Das Mitte des 14. Jahrhunderts gegründete Kloster ist bewohnt. 1518 wurde mit dem Bau des Klosters begonnen, der 1535 abgeschlossen werden konnte. Die Stifter des Baus legten die zönobitische Lebensweise fest. Ein Reisender aus dem Jahr 1779 vermerkte in seinem Reisebericht, das seit Bau des Klosters keine Frau mehr den Ort betreten habe.
Metamórphosis, auch bekannt als Megálo Metéoro.
Der Komplex ist mit 60.000 m² das Größte der Metéora-Klöster. Es liegt 613 m über dem Meeresspiegel und iist von Mönchen bewohnt. Seinen Namen Metéoro (der Schwebende) erhielt es vom Gründer des Klosters, dem Mönch Athanasios. Bis zum Jahr 1923 war das Kloster über Strickleitern bzw. eine Seilwinde mit Netz zu erreichen. Heute führen eine Steintreppe mit 143 Stufen und ein Tunnel in das Kloster. In der Hauptkirche sind Fresken aus dem Jahr 1552 erhalten geblieben.
Agía Triáda: (Heilige Dreifaltigkeit) Das Kloster wurde zwischen 1458 und 1476 gebaut. Die Anlage ist noch bewohnt. Ursprünglich war der Zugang über Seilwinden und Strickleitern möglich. Seit 1925 gibt es eine Treppe. Die Kirche ist mit Fresken ausgemalt, die aus dem Jahre 1741 datieren. Bemerkenswert ist auch ein Evangeliar aus dem Jahr 1539 aus Venedig.
Agios Stéphanos: Das etwa 1400 gegründete Kloster wird noch bewohnt. Das Kloster trägt den Beinamen „das Königliche", was aufden Besuch des byzantinischen Kaisers Andronikus im Jahre 1333 zurückgeht. Der Herrscher soll von der Gastfreundschaft der Mönche so angetan gewesen sein, dass er dem Kloster Spenden , Geld und Ländereien zukommen ließ. Im 19. Jahrhundert lebten mehr als 30 Mönche im Kloster, im Jahr 1960 war es verlassen und wurde 1961 in ein Frauenkloster umgewandelt.
Agii Apóstoli: Kloster, von dem Ruinen und eine Zisterne sind erhalten. 1551 urkundlich erwähnt.
Agion Pnévma: Das aus dem Felsen gemeißelte Kloster ist nur schlecht erhalten. Einige Zellen und der aus dem Stein gehauene Altar zeugen noch von der Anlage.
Agios Antónios: Kleinerer Klosterbau aus dem 14. Jahrhundert, von dem nur noch eine kleine Kirche erhalten geblieben ist.
Agios Mothéstos: Klosteranlage, die nicht erhalten ist. Erste Erwähnung als heiliger Boden in einem Brief aus dem 12. Jahrhundert. Urkundlich vermerkt im Jahr 1614.
Agios Nikólaos Bádovas bzw. Kofinás: Nicht erhaltenes Kloster, das um 1400 in einer Felshöhle gebaut wurde.
Agía Moní: Klosterbau, historisch belegt im Jahr 1614 von mehr als 20 Mönchen bewohnt. Von den Gebäuden sind nur Ruinen erhalten.
Moní Ypsilotéra auch Kaligráfon genannt: Nicht erhaltenes Kloster, bekannt für die dort hergestellten Handschriften.
Panagía Mýkani: Zunächst als Höhlenkirche errichtet, erste Erwähnung 1358, später zum Kloster ausgebaut. Erwähnung des Klosters in einem bischöflichen Schreiben 1541. Das Kloster ist nicht erhalten.
Pantokrátor: Historische Belege erwähnen das Kloster im Jahr 1650. Heute sind noch Mauerreste erhalten.
Ypapantí: 1347 gebautes Kloster, dessen Gebäude im Gegensatz zu den Fresken der Kirche nur in mäßigem Zustand erhaltenen sind.
Agios Dimitrios - Nicht erhaltenes Kloster. Zerstört wurde die Anlage da griechische Aufständische im Kloster ihr Hauptquartier eingerichtet hatten.
Agios Geórgios Mandilás: Kloster, verfallen.
Kímissis Theotókou: Kloster, verfallen.
Panagia Parthénos Kyriákou: Kloster, nur Ruinen erhalten.
Pródomos: Kloster, nicht erhalten.

KALAMBAKA BEI DEN METEORAKLOESTERN 1970
Besichtigung
Die Klöster Metamórphosis, Varlaám, Rousánou, Agía Triáda, Agios Stéfanos und Agios Nikólaos Anapavsás sind heute noch bewohnt und können besichtigt werden. Jedes der Klöster hat an einem anderen Tag Ruhetag, so dass nie alle Kloester in Meteora gleichzeitig geschlossen haben.
Kleiderordnung für Besucher der Meteora-Kloester:
Für Maenner sind Shorts nicht erlaubt, während bei Frauen z.B.Miniröcke und schulterfreie Oberteile nicht toleriert werden. Kleider oder Röcke werden bei den besuchenden Damen in Meteora lieber gesehen als Hosen.
Hotels in Meteora / Kalambaka:
http://www.tripadvisor.com/Hotel_Review-g315843-d262147-Reviews-Hotel_Meteora-Kalambaka_Thessaly.html
www.divani-meteora.com

Der "webmaster" als Journalist an der Tour d'Europe in Kalambaka Meteora im Jahre des Herrn 1970
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