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Archaeologisches Museum Patras

 

Das neue Archaeologische Museum in Patras

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Das Archäologische Museum in der griechischen Hafenstadt Patras ist eines der größten archäologischen Museen in Griechenland. www.griechenlandnetz.de 

 Es wurde von Theofanis Bobotis entworfen und am 24. Juli 2009 offiziell eröffnet. Das neue Museumsgebäude umfasst Säle mit 8000 Quadratmetern Ausstellungsfläche, in denen bedeutende archäologische Fundstücke ausgestellt werden, insgesamt mehr als zweitausend Exponate von der mykenischen Zeit bis zum Ende der römischen Zeit, darunter Mosaike aus der griechischen und römischen Antike. Das Museum befindet sich am nördlichen Rand der Stadt, auf einem 28.000-Quadratmeter-Grundstück an der Athen-Patras-Nationalstraße.

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Gelungener Brueckenschlag 

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Das neue Archaeologische Museum in Patras - angesiedelt am Stadtrand an der Ausfallstrasse nach Athen - ist in jeder Hinsicht ein echter Hingucker geworden. Zitiert  der griechische Architekt Theofanis Bobotis mit dem neoklassischen Hauptgebaeude aus hellem Granit mit Elementen aus Naturholz noch die Materialien der Antike, so ist der Kontrapunkt eine grosse titanfarbene Kuppel, in welcher sich u.a. die Haustechnik befindet und die als Runddach in die grosse, helle Eingangshalle hineinragt und hier  den Empfangsbereich deutlich vom Museumstrakt separiert. Ein symbolischer Brueckenschlag von der Antike zur Moderne.

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Der  20 Millionen-Neubau umfasst insgesamt achttausend Quadratmeter, die Ausstellungssraeume befinden sich  saemtlich im behindertengerecht zugaenglichen Erdgeschoss.

Roemischer Luxus und Lifestyle 

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Aus dem mit Tageslich ueberfluteten Foyer tritt man links in die groesste Ausstellungshalle und ist erst einmal ueberewaeltigt von den hier gezeigten Exponaten. Die grossen roemischen Mosaiken aus dem  zweiten und dritten  Jahrhundert A.D. dominieren mit ihrer Pracht den grossen Saal.

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Einige der schoensten  roemischen Mosaiken sind senkrecht stehend montiert, andere wiederum befinden sich wie ehedem am Boden und man kann sie umschreiten. Sind die Farben auch nach ueber zweitausend Jahren naturgemaess etwas verblasst, so werden sie hier nun schonend und eher schwach von Deckenstrahlern mit einer warmen Farbtemperatur beleuchtet.

Die Decke erinnert mit den unzaehligen kleinen Strahlern an einen Sternenhimmel und schafft es damit durchaus, in dem grossen hohen Raum eine der Zeit entrueckte Atmosphaere zu zaubern.

Insbesondere diese herrlich ausgefuehrten, mit einer ueberaus kunstvollen Ornamentik versehenen roemischen Bodenmosaike sind es denn auch, die - aus den verschiedensten Perspektiven betrachtet - den Besucher immer wieder aufs neue in ihren Bann ziehen.

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"Villa Rustica" 

Dass das Leben der Roemer jedoch nicht nur aus Rausch und Luxus bestand, zeigt eine grosse Rekonstruktion.

Die Mitte des grossen Raums nimmt die originale Installation des Bodens einer roemischen "Villa Rustica" samt Steinmauern ein. Roemische Wirtschaftsgebaeude finden sich stets am Rande der Siedlungen und die landwirtschaftlichen  Gebaeude dienten der Produktion und Lagerung landwirtschaftlicher Produkte wie Wein, Olivenoel oder Getreide

Die hier gezeigten zwei Fundamente der "Villa Rustica" von der Thermopylon Strasse aus Patras stammen aus einem  landwirtschaftlichen Komplex von 14 Gebaeuden und zeigen im rechten Raum eine Weinpresse (linos). Verbunden durch ein Terrakottarohr, wurde der Most dann in einen zweiten Raum in eine Zisterne ( ypolinio) geleitet. Ein nicht nur fuer Weinkenner erhellender Einblick in die   Arbeitsmethoden frueher Kellermeister.

Griechische Keramik seit Mykene

 Es waren die Mykener , welche der griechischen Vorgeschichte seit dem 17. Jahrhundert v.C. bis hinein ins 10. Jahhrundert v.C. Glanz und Groesse verliehen. Ihre Sprache, Schrift  (LinearB) ,Gebraeuche und Sitten waren griechisch und viele der Element haben sich bis auf den heutigen Tag erhalten.

Ihre hochentwickelte Kultur bezeugen die vielen Exponate wie Keramik, Schmuck und Gebrauchsgegenstaende eindruecklich.  Im westlichsten Teil des mykenischen Einflussbereichs, in Achaia, hat sich dann auch die Mykenische Kultur am laengsten ( bis ins 11. Jahrhundert v.C.) erhalten und eindrucksvolle lokale Auspraegungen erfahren.

Es ist sicher nicht ohne Bedeutung, dass Homer seine Helden "Achaeer" nannte, denn hier in Achaia ueberlebt die mykenische Zivilisation laenger als im uebrigen Griechenland. Einige ihre schoensten Zeugnisse sind nun hier im Archaeologischen Museum in Patras zu bewundern. 

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copyright text &  photos *  September 2009 *  juergen muegge

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