Stemnitsa
Stemnitsa in Arkadien Peloponnes

Stemnitsa in Arkadien auf der Peloponnes hiess früher griechisch Ypsus und ist ein malerisches kleines Bergdorf im zentralen westlichen Hochland von Arkadien ca. 70 km vom Meer.
Der kleine, aber beruehmte Ort Stemnitsa unweit des Dorfes Dimitsana liegt auf 1100m Hoehe, umgeben von höheren Bergen und tiefen Tälern, wie dem des Lousios-Flusses mit seinen wilden Schluchten
Südwestlich Stemnitsa erkennt man gut die in 400 m Hoehe liegende Ebene von Megalopoli. Die ganze Umgebung, Berge und Täler und teilweise auch die Ebene sind dicht bewaldet. Wasser gibt es ringsum Stemnitsa reichlich - auch im trockenen Sommer - aus ständig fließenden Quellen und Bächen.

Im Sommer immer ein paar Grad kühler, sind Stemnitsa und Dimitsana nicht nur bei den Athenern beliebte Sommerfrischen- und auch eine Winter-Sport-Attraktion geworden. Zwar ist Arkadien, insbesondere das Hochland, sehr grün und dicht bewaldet (das ist auch deutlich zu erkennen auf dem Satellitenfoto der Halbinsel Peloponnes) , Topologie und Klima Arkadiens aber ließen immer schon nur Hirten- und Weidewirtschaft zu.
Für Okkupanten „aus Übersee" und den umliegenden Teilen des Peloponnes war Arkadien daher immer wenig interessant. Alles zusammen bewirkte, dass Arkadien seit 300 Jahren bis heute eine Idylle blieb . Stemnitsa, wie auch das 7 km nördlicher gelegene Dorf Dimitsana sind charakteristische Siedlungen in dieser Umgebung.
Das für Philosophie, Dichtung und Kunst aller Epochen sprichwörtliche „Arkadien" findet sich hier ringsum Stemnitsa daher auch noch heute.
Auf dem Weg von der Westküste über Olympia oder Pyrgos, oder von den beiden Zentren Megalopoli und Tripoli aus sind die für Arkadien typischen Doerfer Stemnitsa und Dimitsana trotz ausgebauter Straßen auch heute noch etwas mühsam zu erreichen. Aber der Weg dorthin lohnt jederzeit, denn der Besucher wird belohnt mit einer malerischen Landschaft und dem Flair der alten traditionellen Doerfer Arkadiens.
Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte auch in Arkadien eine Landflucht ein, so dass von den einst ca. 4.000 Einwohnern nunmehr nur noch etwa 100 ständig in Stemnitsa leben. Viele der massiven Natursteinhäuser standen danach leer, wurden aber mittlerweile liebevoll und fachgerecht restauriert und praegen das traditionelle, gepflegte Ortsbild von Stemnitsa.
Nutzungen als Zweitwohnsitze, ein bescheidener Sommer- und Wintertourismus, eine 1978 gegründete, bekannte Gold- und Siberschmiede-Schule in Stemnitsa mit handwerklich-gewerblichem Umfeld sorgen daher heute für ein intaktes und schmuckes Erscheinungsbild des Ortes Stemnitsa.
Stemnitsa und Dimitsana waren in der Zeit des griechischen Kampfes um die Befreiung von der Herrschaft der Osmanen nicht nur für ihr Freiheitsidol Theodor Kolokotronis wichtige Zufluchtsorte. In den Orten hier oben und den Klöstern unten in der Schlucht des Lousios hielt sich auch dauerhaft noch die griechische Sprache, als sie im osmanisch besetzten Peloponnes nicht mehr gesprochen werden durfte. Unten in der Schlucht, im Kloster Philosophou, das für die türkischen Besatzer unerreichbar war, wurden griechische Sprache und Kultur auch gelehrt und überliefert.

Stemnitsa war für Arkadien vom 17. bis ins 20. Jahrhundert ein wichtiges Zentrum des Handwerks. Von den untergegangenen Handwerken Glockengießerei, Zinn-, Kupfer-, Messingverarbeitung, Lederverarbeitung, Silber- und Goldschmieden zeugt das 1992 eröffnete sehenswerte „Stemnitsa Folk Museum" ( Foto oben & unten).

Um den kleinen pittoresken Marktplatz von Stemnitsa mit dem typischen schmalen Glockenturm finden sich ein paar gute Tavernen (Das " Estiatorio I Stemnitsa" ist sehr empfehlenswert ! Einfache traditionelle Gerichte, regional, frisch und sehr preiswert!) , sowie Restaurants und auch Xenonas und weitere Übernachtungsmöglichkeiten.
Das Country-Club Hotel"Trikolonion" ( Foto unten) in Stemnitsa ist die luxurioeseste Herberge in Stemnitsa. Doppelzimmer je nach Saison und Wochentag ab ca. Euro 110,- ( 2010):

http://www.jpmoser.com/trikolonionhotel-r.html
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2010 * www.aegialia-online.de
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